Söðulsholt, Eyja- og Miklaholtshreppi

Das Anwesen hat momentan 1118 Hektar Land und war lange als gutes Bauernland bekannt. Als Árni Magnússon und Páll Vídalín 1714 ihr „Jarðabók“ schrieben, war Söðulsholt Eigentum des dänischen Könings (seit 1360) und seiner rechtlichen Vertretung in Arnastapi unterstellt. In diesem hervorragenden Buch fand man viele Mängel auf Söðulsholt-Land, genauso wie auf vielen anderen Anwesen.

Loftmynd

Eine ältere Quelle, „Landið og landnáma I“, besagt, dass der Siedler Þórður auf Stöðuholt gelebt habe und dass damals der Hof höher gestanden hätte, gegenüber von Dalsmynni. In älteren Quellen kommen die Namen „Stöðuholt“, „Stöðulsholt“ und „Söðulsholt“ vor, aber alle meinen das gleiche Anwesen.

Söðulsholt war ein traditioneller Bauernhof, bis es 1936 in ein Pfarrhaus umgewandelt wurde. Allerdings hat dort wohl nie eine Kirche gestanden. Die letzten Bauern dort, die traditionell nur Landwirtschaft betrieben, waren Ólafur Ólafsson von 1910 bis 1936 und sein Sohn Hannes von 1936 bis 1938.

Ein Pfarrhaus war von jeher bei der Kirche in Miklaholt und der Priester von dort bediente die in Kolbeinsstaðir und Ytri- Rauðamel entstandenen Kirchen. Nach vielen und langwierigen Auseinandersetzungen in der Pfarrei zog die Kirche 1936 von Miklaholt um nach Fáskrúðarbakki in der gleichen Gemeinde. Ein Großteil der Kirchengemeinde fand letzteren Standort besser.

Pastor Árni Þórarinsson ist es zu verdanken, dass das Pfarrhaus von Miklaholt nach Söðulsholt verlegt wurde. Er bediente den Miklaholtspfarrbezirk von 1886 bis 1934 und war landesweit bekannt wegen seiner vielgelesenen Biografie in sechs Bänden, brilliant verfasst von Meister Þorbergur. Pastor Árni Þórarinsson wohnte das erste Jahr seines Amtes in Miklaholt, zog aber schnell nach Syðra-Skógarnes, dann nach Ytri- Rauðamelur und schließlich auf seinen Grund und Boden in Stóra- Hraun. Auf Stóra-Hraun wohnte Pastor Árni dann mit seiner Familie, bis er seine Position als amtierender Priester im Jahr 1934 aus Altersgründen aufgab.

Wegen der häufigen Wohnortswechsel des Pastors Árni wurde das Pfarrhaus in Miklaholt an einen Bauern verpachtet, so dass der neue Priester, Pastor Þorsteinn Lúther Jónsson, 1934 in das Priesteramt berufen, kein Pfarrhaus zum wohnen hatte. Er wohnte die ersten zwei Jahre im Obergeschoß des Wohnhauses in Kolbeinsstaðir, bis dann das Anwesen auf Söðulsholt frei wurde und der Staat es im Jahre 1936 als Pfarrhaus kaufte. Pastor Þorsteinn war bis 1961 in Söðulsholt, bis dann Pastor Árni Pálsson, der Sohn der Tochter Pastor Árni Þórarinssons, in das Priesteramt berufen wurde. Árni Pálsson war bis 1971 auf Söðulsholt. Dann übernahm Pastor Einar Jónsson bis 1982 und zuletzt Pastor Hreinn S. Hákonarson. Im Jahre 1994 wurde die Pfarrgemeinde wegen eines Gesetzes vergrößert und das Pfarrhaus zog nach Staðarstað.

Das Ehepaar Gústav Ívarsson und Herdís Gróa Tómasdóttir pachteten das Anwesen vom Staat 1985 und betrieben dort Pferdezucht und Pelztierwirtschaft, verließen aber 1996 den Hof und zogen nach Grundarfjörður. 1998 kaufte der jetzige Besitzer, Einar Ólafsson, das Anwesen und betreibt Pferdezucht, Wiederaufforstung, Flachsanbau und seit neuestem Gersteanbau.

Das Pferdezentrum Söðulsholt ist getrennt vom landwirtschaftlichen Betrieb Söðulsholt ehf und das Pferdezentrum Söðulsholt wird von Halldór Sigurkarlsson und Iðunn Silja Svansdóttir geleitet, die in Hrossholt wohnen.